Aktuelle Nachrichten aus der Gemeinde Train
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Gemeinderatssitzung vom 17. Juni 1999

Gemeinde Train verabschiedet Rekordhaushalt
Den höchsten Haushalt in der Geschichte der Gemeinde Train, verabschiedete der Trainer Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung. Bürgermeister Max Decker kommentierte Haushaltsentwurf mit den Worten: "Das ist ein Haushalt der Superlative für Train". Die Ursachen für die gewaltige Steigerung des
Haushaltes der nur 1600 Einwohner zählenden Gemeinde von 5,1 auf 7,3 Millionen Mark in diesem Jahr sind die riesigen Investitionen, die die Gemeinde plant. Mehr als 100 Prozent steigen die Investitionen in 1999 gegenüber dem Vorjahr. Mit 4,2 Millionen Mark verdoppelt sich dadurch der Vermögenshaushalt der Gemeinde.

"Am Heidelberg II" größter Ausgabeposten
Den größten Ausgabeposten stellt dabei mit 1,7 Millionen Mark das Baugebiet "Am Heidelberg II" dar. Davon sind 750000 Mark für Grunderwerb, 600000 Mark für den Straßenbau und 300000 Mark für Abwasserbeseitigung vorgesehen. Zu Zwecken der Förderung von Umweltmaßnahmen der Bauherren im neuen Baugebiet reserviert die Gemeinde zudem 40000 Mark. Die Maßstäbe der Förderung sollen im Agenda Prozeß der Gemeinde erarbeitet werden. Der Gemeinderat entschied eine beschränkte Ausschreibung durchzuführen, nachdem Decker bekannt gab, daß die Grundstücksverhandlungen mit den Eigentümern nahezu abgeschlossen sind. Der Bürgermeister rechnet mit dem Beginn der Erschließungsmaßnahmen noch Ende Juli.

Kläranlagenerweiterung  zweiter großer Haushaltsposten
Die zweite große Investition unternimmt Train in der Erweiterung der Kläranlage. Ohne die Erhebung von zusätzlichen Ergänzungsabgaben plant die Gemeinde 970000 Mark an Investitionen um die Anlage zu erweitern und den maschienentechnischen ,Park zu erneuern. Die Arbeiten, die aufgrund des Anschlußes Elsendorfer Ortsteile und wegen der Erneuerung des Maschienenparks notwendig wurden, sind bereits im fortgeschrittenen Stadion. Der Erdaushub von mehr als 1500 Qubikmeter für das neue Belebungsbecken ist abgeschlossen. Decker dazu: ,"Wenn die Witterung mitspielt, kann die neue Anlage noch 1999 in Betrieb gehen".

Weitere Investitionen
Als weitere Investitionsmaßnahme hält die Gemeinde 300000 Mark für den Erwerb bebauter Grundstücke vor, während 150000 Mark für den Straßenbau in den bestehenden St. Johanner und Mallmersdorfer Baugebieten eingesetzt werden sollen. Der gleiche Betrag steht auch für die Kanalisation des Ortsteiles
Neukirchen im Plan. Der Verwaltungshaushalt der Gemeinde steigt gegenüber 1998 um sechs Prozent auf 3,1 Millionen Mark an. Davon kann die Gemeinde die Rekordsumme von über einer Million Mark dem Vermögenshaushalt zuführen. Bürgermeister Decker sagte: "Erstmals überschreitet diese Zuführung die Millionengrenze." Das sei ein deutliches Zeichen der Leistungsfähigkeit der Gemeinde. Und dies, obwohl die Hebesätze der Grund- und Gewerbesteuer bei 300 v.H. beibehalten worden seien. Seit etwa 25 Jahren schon hält die Gemeinde die Steuerhebesätze konstant niedrig deutlich unter dem Kreisdurchschnitt. Während diese Einnahmen stagnieren, rechnet Kämmerer Georg Bergermeier mit einem Zuwachs von ,50000 Mark des Einkommensteueranteils auf 885000 Mark. "Es ist sehr positiv für uns, daß die großen Investitionen durch die Gemeinde selbst finanziert werden können", sagte Decker. Durch eine Rücklagenentnahme von 350000 Mark sei es möglich den Rekordhaushalt ausgeglichen zu gestalten und auf eine Kreditaufnahme zu verzichten. Trotz des großen Investitionsplanes, genehmigte der Gemeinderat eine noch nicht eingeplante Summe von 25000 Mark für die Erneuerung der WC-Anlagen im Kindergarten. Die Räte sahen es als vordringlich an, daß die Renovierung während der Ferien noch in diesem Jahr duchgeführt wird.
 

Gemeinderatssitzung vom 15. April 1999
 
Baugebiet am Heidelberg und Agenda 21
Der Gemeinderat Trains entschied auf seiner jüngsten Sitzung für den Agenda 21 Prozeß, der in der Gemeinde vor dem Start steht, ein kräftiges Zeichen zu setzen. Auf Vorschlag von Bürgermeister Max Decker stimmten die Räte dafür, Bauherren im geplanten neuen Baugebiet "Heidelberg II" für Umweltschutzmaßnahmen, die sie in ihrem Bau umsetzen, finanziell zu unterstützen. "Einen Förderkatalog könnte ein entsprechender Arbeitskreis der Agenda 21 ausarbeiten", sagte Decker. Damit lieferte die Gemeinde zum Auftakt des Agendaprozeßes allen engagierten Bürgern, die sich daran beteiligen wollen, eine Steilvorlage. Daß die Gemeinde es ernst mit der Umsetzung der Agenda 21 meint, zeigt die Höhe der beschlossenen Unterstützung, die unbürokratisch an den Bauherrn weitergegeben werden soll. Fünf Mark pro Quadratmeter - das sind bei einer mittleren Bauplatzgröße von 800 Quadratmeter etwa 4000 Mark - sei kein Papenstil, sagte der Bürgermeister. Mit weiteren Zuschüssen der öffentlichen Hand seien dabei beachtliche Investitionen möglich. Dennoch bleiben die Kosten pro Quadratmeter extrem niedrig. Die 110 Mark Quadratmeterpreis setzen sich aus 45 Mark Baulanderwerbs-, 58 Mark Erschließungs- und 7 Mark Verwaltungskosten zusammen. Die Bauplätze werden zu den Gestehungskosten und ohne weiteren Aufschlag oder zusätzlichen Kosten an die Bewerber weitergegeben. Wie schon bei all den früheren Bauplatzausweisungen will die Gemeinde bei dem 86 Parzellen großen Bebauungsgebiet, das in zwei Schritten realisiert werden soll, kein Geld verdienen. "Gerade für junge Familien werden diese Bauplätze attraktiv und erschwinglich sein", sagte Decker. Wegen des günstigen Preises wird von den Bauplatzkäufern eine Bebauung innerhalb von fünf Jahren gefordert.Weitere Auflagen oder sogenannte Einheimischenmodelle, die neuen Mitbürgern mehr Kosten oder Auflagen abverlangen als bereits Ortsansässigen, werde es in Train nicht geben, war die einhellige Meinung im Gemeinderat. Decker: "Wir haben schon zahlreiche Bewerber für das neue Baugebiet und weitere Interessenten sollten sich bald vormerken lassen, wenn sie noch berücksichtigt werden wollen". Der Gemeinderat verlieh dem Bebauungsplan durch einen einstimmigen Satzungsbeschluß Rechtsgültigkeit. Im Sinne der Agenda 21, die eine maßvolle Entwicklung in einer intakten Umwelt fordert, soll das neue Baugebiet erschlossen werden. Hier ist viel Raum für gute Ideen und Verbesserungsvorschläge. "Durch eine Teilnahme am Agendaprozeß, der am Freitag um 20 Uhr im Gasthaus Forster startet, haben die Bürger die Möglichkeit ihre Ideen einzubringen", sagte Gemeinderat und  Agenda-Koordinator Josef Limmer.

Jahrtausendstein zum Jahr 2000 in Train geplant
Ein Jahrtausendstein soll in der Gemeinde Train zum anstehenden Jahrtausendwechsel aufgestellt werden, beschloß Trains Gemeinderat. Bürgermeister Max Decker sagte: "Er sollte ein Zeichen des Dankes für die zurückliegende Zeit sein." Die Inschrift, die noch festgelegt werden müßte, könnte beispielsweise lauten: "Zum Dank für 55 Jahre Frieden in Freiheit". Gerade die Ereignisse im Kosovo zeigen, daß dies nicht selbstverständlich sei, sagte Gemeinderätin Evi Mittermeier. Der Gedenkstein braucht nach Ansicht der Gemeinderäte künstlerisch nicht besonders wertvoll gestaltet werden. Decker wies darauf hin, daß etwa 60 Jahre alte Granitsteine, die noch vom im Dritten Reich geplanten Autobahnbau in der Gemeinde übrig seien, dafür verwendet werden könnten. Die Steine seien denkwürdig zu behandeln und haben historische Bedeutung, denn sie seien von Häftlingen im KZ Flossenbürg hergestellt worden. Sie könnten als Mahnung für die Aufstellung des geplanten Obelisken verwendet werden. Dritter Bürgermeister Josef Herrmann fand: "Die Idee ist dem Ereignis des Jahrtausendwechsels würdig und sehr gediegen." Seinen Platz soll der Stein am Gehweg zur Mehrzweckhalle in unmittelbarer Nähe der Halle finden. Die Entscheidung, ob weitere Feierlichkeiten zur Jahrtausendwende durch die Gemeinde organisiert werden soll, ließ der Rat für spätere Sitzungen offen.

Die Kläranlage wird erweitert
Die Baumaßnahmen zur Erweiterung und Renovierung der Kläranlage vergab der Rat an die Firma Josef Klug aus Regensburg. Mit einem Angebot von 680000 Mark war sie Billigstanbieter bei der Ausschreibung. Die Baumaßnahmen beinhalten vor allem die Errichtung eines neuen Belebungsbecken. Der geplante Anschluß von Ortsteilen der Gemeinde Elsendorf an die Kläranlage in Train machte eine Erweiterung notwendig. Die Gemeinde Elsendorf ist finanziell an den Maßnahmen die insgesamt etwa 1,1 Millionen Mark betragen, zu beinahe 60 Prozent beteiligt. Die Erneuerung der maschienentechnischen Anlagen, beschert der Gemeinde Train eine Kläranlage, die allen künftigen Anforderungen gerecht wird. Noch vor Wintereinbruch soll laut Bürgermeister Decker die Umbaumaßnahme abgeschlossen sein.

Bauantrag für Renovierung des Trainer Wasserschlosses
Den Bauantrag der Besitzerin des Trainer Wasserschlosses, Theresia Decker, für die Renovierung der Schloßkapelle stimmte der Rat geschlossen zu. Bürgermeister Decker sagte dazu: "Die Renovierung der Kapelle liegt uns am Herzen". Der Bauantrag ist die Grundlage für verschiedene Baurechtsverfahren wie zum Beispiel die Förderung durch den Denkmalschutz. Gemeinderätin Resi Raab schlug vor, eine Besichtigung durch den Gemeinderat der kurz vor der Renovierung stehenden Kapelle durchzuführen.
 

Gemeinderatssitzung vom 11. März 1999

Agenda 21 einstimmig beschlossen
Der Gemeinderat faßte den Beschluß, einen Agenda 21 Prozeß in Train durchzuführen. "Alles darf hinterfragt werden", sagte Bürgermeister Max Decker im Rat. Ein Agendabeirat übernimmt die Treiberfunktion und wird die Auftaktveranstaltung organisieren. Durch die "Schirmherrschaft der Gemeinde" für den Prozeß erhofft sich der Rat die Bürger zu motivieren, sich in die Agenda einzubringen. (siehe dazu Agenda 21 in unseren Internetseiten).

Gemeinde Train beschließt großzügige Jugendförderung
Richtlinien für die Jugendförderung, die nach einer Gesetzesänderung die Kommunen übernehmen sollen, haben die Trainer Gemeinderäte auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. "Nur wenige Gemeinden im Kreis verfahren in der Jugendförderung so großzügig wie wir", erklärte dazu Bürgermeister Max Decker. Jeder Verein oder jede Gruppe, die in der Jugendarbeit tätig ist, erhalte eine Basisförderung. Als Sockelbetrag stehen dem geförderten Verein jährlich 100 Mark zu, während zusätzlich zwei Mark pro Kind oder Jugendlichen hinzugerechnet werden. Damit auch die Mutter-Kind-Gruppe in den Genuß der Förderung kommt, beginnt die Förderungsaltersgrenze ab dem ersten Lebensjahr. Nach dem 27. Lebensjahr erlischt der Förderanspruch. Eine Mehrfachförderung, falls ein Jugendlicher in mehreren Vereinen engagiert ist, ist ausdrücklich vorgesehen. Neben der Basisförderung sehen die Richtlinien, die von Gemeinderat Andreas Oberhauser, dem Jugendbeauftragten der Gemeinde, ausgearbeitet wurden, auch eine individuelle Förderung von Projekten, Aktionen oder Beschaffungen vor. Dazu muß vom betreffenden Verein bei der Gemeinde ein schriftlicher Antrag eingereicht werden, über den der Gemeinderat dann entscheiden wird. Bei geförderten Gerätschaften, deren Förderung 30 Prozent vom Wert übersteigt, sieht die Richtlinie vor, daß die Geräte, wie zum Beispiel eine Theaterbühne auch anderen Gruppen zur Verfügung stehen muß.

Trains Investitionen für 1999 betragen 3,2 Millionen Mark
Einen Investitionsplan für 1999 in Höhe von 3,2 Millionen Mark beschloß der Rat . "Das ist eine der höchsten Investitionsplanungen der letzten Jahre", kommentierte Bürgremeister Max Decker den Plan. In 1998 betrug das Investitionsvorhaben der Gemeinde nur 2 Millionen Mark. Decker stellte klar, daß die Gemeinde keine Kreditaufnahmen benötige, um den Plan zu finanzieren. Die Erschließung des geplanten Baugebietes Heidelberg II ist mit etwa 1,1 Millionen Mark der größte Posten. Für die Sanierung und Erweiterung der Kläranlage stellte die Gemeinde 600000 Mark an Investitionen ein. Sie tritt bei diesem Projekt als Bauherr auf, während die Finanzierung mit der Nachbargemeinde Elsendorf, die die Ortsteile Mitterstetten, Magarethenthann und Horneck an die Trainer Kläranlage anschließt, vertraglich geregelt wurde. Mit einer halben Million Mark veranschlagt die Kommune den Erwerb von Bauland, während für den Kauf von Grundstücken 400000 Mark vorgehalten werden. 150000 Mark stehen für die zentrale Abwasserbeseitigung in Neukirchen im Investitionsplan.

Ortsteil Neukirchen erhält Anschluß an die Kläranlage
Die neun Haushalte des kleinen Ortsteils  sind die einzigen Haushalte in der Gemeinde, die noch nicht an die Kläranlage angeschlossen sind. Der Gemeinderat beschloß den Anschluß Neukirchens einstimmig und stößt bei den betroffenen Bürgern auf offene Ohren. In einem Gespräch mit dem Bürgermeister haben sich sämtliche Hausbesitzer für das Vorhaben ausgesprochen haben. Die Planung für das Projekt und auch der Bau, sofern die Planungsphase nicht zu lange dauert, sollen noch in diesem Jahr durchgezogen werden. Die Beitragskosten für die betroffenen Bürger werden nach der Abwassersatzung der Gemeinde berechnet.

Baugebiet Heidelberg II
Die Grundstücksgrößen der im ersten Bauabschnitts geplanten 38 Bauparzellen im Baugebiet Heidelberg II erhalten eine Größe von 650 bis 1000 Quadratmeter. 20 Intressenten stehen schon auf der Liste des Bürgermeisters. "Wir müssen uns im Preis und in der Wohnqualität mit anderen Bauplatzanbietern messen", sagte Decker. Dies geschieht zum einen durch die Schaffung mehrerer Grünanlagen, von denen die Parkanlage um den geplanten Bräuweiher als markantes Erholungsgebiet angesehen werden kann. Eine verkehrsberuhigte Straßenführung, zumeist sind Ringstraßen vorgesehen, soll weiter das Niveau des Baugebietes heben. "Auch den Preis, der Quadratmeter wird 110 Mark kosten, kann sich sehen lassen", sagte Decker. Der Preis von 110 Mark beinhalte 58 Mark Erschließungskosten und sei absolut wettbewerbsfähig, sagte Decker. "Die Gemeinde will, wie bei den vorhergehenden Baugebieten auch, keine Mark verdienen", bestätigte der Bürgermeister. Auswärtige, so sie einen Bauplatz erhalten, werden gleichbehandelt wie Gemeindebürger.
 
 

Gemeinderatssitzung vom 15. Dezember 1998

Baugebiet Heidelberg II
Für die im Juni beschlossene Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Baugebiet "Heidelberg II", das nördlich von Train liegt, behandelte der Trainer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange. Bürgermeister Max Decker sagte dazu: "Wegen der guter Zusammenarbeit mit den Behörden und der guten Planung sind keine nennenswerten Einsprüche zu den beschlossenen Plänen eingegangen." Die vorgeschlagenenen Änderungswünsche der Behörden konnten die Gemeinderäte akzeptieren, da sie fast alle, nach Ansicht der Räte, eine Verbesserung der Planungen erbrachten oder zumindest auf
der Linie des Gemeinderates lagen.

So wurden dem Verlangen des Amtes für Abfallwirtschaft, den Bräuweiherbereich - hier ist ein Weiher mit Parkanlage geplant - nicht zu bebauen, zugestimmt. Der heute verfüllte Bräuweiher stelle laut Amt eine Altlastverdachtsfläche dar. Eine Bebauung sei in diesem Bereich sowieso nicht geplant gewesen, stellte Bürgermeister Max Decker fest. Die Forderung des Amtes für Naturschutz und Landespflege ein kartiertes Biotop in den Flächennutzungs- und Bebauungsplan einzutragen, stimmte der Rat zu. Das Biotop liegt bereits in einer geplanten Grünanlage. Auch die Forderung den Altbaumbestand im Bräuweiherbereich im Bauplan festzuhalten, fand die einhellige Zustimmung der Räte. Den Vorschlag des Wasserwirtschaftsamtes wegen der im und nördlichem Bauabschnitt, dieser soll erst später realisiert werden, ein Rückhaltebecken zu errichten wurde von den Gemeinderäten einstimmig angenommen. Der Idee des Amtes für städtebauliche Belange einen Wendehammer mit 18 Meter Durchmesser auf 20 Meter zu vergrößern folgte der Rat ebenfalls, er sprach sich aber gegen eine Festsetzung der Farbe der Dächer aus. Max Decker sagte dazu: "Je mehr wir einengen, desto mehr Ärger haben wir. Wir wollen nicht den Ortspolizisten spielen." Im St. Johanner Baugebiet habe die Gemeinde gute Erfahrungen mit dieser Freigabe gemacht. Der Bürgermeister selbst regte an, im westlichen Bereich des ersten Bauabschnittes eine von vier Bauparzellen einzusparen und die Ortseingrünung zu vergrößern. Auch ein weiterer Kinderspielplatz könnte dort entstehen, brachte Decker vor. Diese Änderung fand die Zustimmung des Rates. Der Vorschlag von Gemeinderat Hans Forster, auch Mehrfamilienhäuser in diesem verkleinerten Bereich zuzulassen, wurde diskutiert, aber nicht abgestimmt. Bürgermeister Decker prüft, ob die Möglichkeit im Bebauungsplan offen gehalten werden kann.

Agenda 21
Gemeinderat Josef Limmer fragte in Zusammenhang mit dem geplanten Baugebiet nach der Aufstellung einer kommunalen Agenda 21. Bürgermeister Decker entgegnete: "Im nächsten Jahr wollen wir das Thema angehen." Es sollen dann Arbeitskreise gebildet werden, die eine nachhaltige Entwicklung der Bedürfnisse der Menschen in der Gemeinde fördern.
Was ist die Agenda 21: Sie wurde 1992 in Rio auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung von den Vereinten Nationen beschlossen. Sie soll die nachhaltige Entwicklung der Menschheit fördern. Unter nachhaltiger Entwicklung versteht man, den Bedürfnissen der Menschen in einer Weise zu entsprechen, die die Lebenschancen der kommenden Generationen nicht mindert. Die Agenda 21 soll auch in den bayerischen Gemeinden in eine kommunale Agenda umgesetzt werden. Die Aufstellung einer kommunalen Agenda in Train sollte im Dialog mit den Bürgern, der Wirtschaft und den Vereinen erfolgen. Oft setzt sich der Prozeß bei konkreten Anlässen in Gang. Für Train bietet sich solch ein Anlaß durch das neue Baugebiet oder bei der Wiederherstellung des Bräuweihers.     

Jugendföderung
Gemeinderat Andreas Oberhauser schlug vor, für die nächste Ratssitzung den Punkt Jugendförderung auf die Tagesordnung zu setzen. "Nachdem der Kreis die Jugendförderung an die Gemeinden übertragen habe, sollten wir in der Gemeinde darüber beraten", sagte Oberhauser, der als Jugendbeauftragter der Gemeinde fungiert.

Bauvoranfrage für Kiesabbau
Eine Bauvoranfrage von Wolfgang Schlaffer auf Kiesabbau in einem Feld an der B 301 bei Neukirchen kam nicht zur Entscheidung im Gemeinderat. Der Rat forderte vom Antragsteller eine genaue Beschreibung wieviele Qubikmeter in welchem Zeitraum abgebaut werden soll. Auch die Gestaltung der Fläche nach Abbau, die vor der Einfahrt nach Neukirchen liegt, müsse noch geklärt werden. Außerdem wurde die Voranfrage an das Landratsamt weitergeleitet.
 

Gemeinderatssitzung vom 15. Oktober 1998

Kriegerdenkmal wird renoviert
Der Gemeinderat in Train hat in seiner Sitzung die Renovierung des Kriegerdenkmales beschlossen. Zuletzt wurde das Denkmal Anfang der Siebziger Jahre erneuert und soll nun im nächsten Jahr zur 100 Jahrfeier des Kriegervereines in neuem Glanz entstehen. Der Rat vergab die Renovierungsarbeiten an den billigsten Anbieter, der Firma Birkenseer in Regensburg. Für knapp 8000 Mark wird das Denkmal renoviert. Rund 2300 Kleinbuchstaben müssen mit Blattgold neu belegt werden. Die Änderung der Einfassung wird von Gemeindearbeitern ausgeführt, wobei der Kriegerverein hier seine Hilfe zugesagt hat.

St. Johanner Hopfenveredelungsfirma wird größer
Der Errichtung eines weiteren Kühllagers der Hopfenveredelungsfirma HVG Barth Raiser & Co gegenüber der Mallmersdorfer Straße stimmte der Rat zu. Das Kühllager in einer Größe von 6300 Quadratmetern wird baugleich zu dem schon vorhandenen errichtet werden.

Baugebiet "Am Heidelberg II"
Kleine Änderungen des Bebauungsplanes "Am Heidelberg II", wie das Versetzen von Baulinien oder von Zufahrten, genehmigte der Gemeinderat. Diskutiert wurde außerdem die geplante Errichtung des Weihers im Baugebiet. Um den Weiher mit genügend Wasser versorgen zu können, ist eine  Umleitung eines Teiles des Wassers vom Schloßweiher angedacht. Im Einvernehmen mit dem  Wasserwirtschaftsamt soll die Wasserspeisung des Weihers geklärt werden. Für einen Teilbereich des östlichen gelegenen Areals des neuen Baugebietes, verhängte der Gemeinderat eine Veränderungssperre, die solange gilt, bis der Bebauungsplan rechtswirksam ist. Die Träger öffentlicher Belange werden demnächst zum Bebauungsplan gehört und eine Bürgerbeteiligung wird anberaumt.

Neues Salzstreugerät
Für den Winterdienst der Gemeinde beschloß der Rat die Anschaffung eines  geschwindigkeitsabhängigen Salzstreugerätes. Das Gerät, das an ein Gemeindefahrzeug angebracht wird, kostet 26000 Mark und bewirkt eine Einsparung an Salz gegenüber früheren Geräten.
 

Gemeinderatssitzung vom 10. September 1998

Bebauungsplanes "Am Heidelberg II" im Norden von Train erhält zustimmung des Gemeinderates.
Auf seiner letzten Sitzung stimmte der Trainer Gemeinderat einstimmig dem Bebauunugsplan, der von einem Ingenieurbüro vorgelegt wurde, für das geplante Baugebiet "Am Heidelberg II" im Norden von Train zu. Gegenüber den ersten Entwürfen wurden die Grundstücke etwas vergrößert, und damit die Zahl der Bauplätze auf 87 reduziert. Im Baugebiet selbst ist der Durchfluß eines Gewässers vorgesehen, das von einer ausgedehnten Grünanlage begleitet wird. Auch die Ausmaße der Grünanlage wurden gegenüber den ersten Plänen erweitert. Dazu Trains Bürgermeister Max Decker: "Wir wollen Bauplätze mit hoher Wohnqualität schaffen." Der Bebauungsplan wird nun beinahe 20 Trägern öffentlicher Belange wie zum Beispiel dem Wasserwirtschaftsamt oder dem Landratsamt zur Prüfung zugeleitet. Auch eine Beteiligung der Bürger ist vorgesehen. Dabei kann jeder Gemeindebürger Bedenken oder Anregungen  vorbringen, über die der Gemeinderat ebenso wie über die Stellungnahmen der Träger öffentlichen Belange gesondert beraten wird. Durch eine vorgezogene Bürgerbeteiligung, die betroffenen Grundeigentümer wurden von der Gemeinde bereits angesprochen, konnten sich diese zu den Plänen schon äußern. Decker dazu: "Bisher gab es keine absoluten Ablehnungen." Das Baugebiet wird in etwa zwei gleichgroße Erschließungsabschnitte aufgeteilt. Je nach Nachfrage, sobald die 40 Parzellen des ersten Abschnittes weitgehend verkauft sind, wird der zweite Abschnitt erschlossen. Wenn alles nach Plan laufe, so Decker, kann der Bebauungsplan Ende des Jahres rechtskräftig werden. Mit dem Abschluß der Erschließungsmaßnahmen könne dann mitte nächsten Jahres gerechnet werden. Die ersten Bauherren, von denen laut Bürgermeister Decker bereits eine stattliche Anzahl bei der Gemeinde vorgemerkt sind, könnten so im Spätsommer 1999 mit dem Bau beginnen.
 
 

Gemeinderatssitzung vom 25. Juni 1998

Bauplätze mit hoher Wohnqualität und zu günstigen Preisen sollen entstehen

Aufstellung eines Bebauungsplanes "Am Heidelberg II" im Norden von Train.
Der Gemeinderat Trains beschloß auf seiner jüngsten Sitzung die Aufstellung des Bebauungsplanes "Am Heidelberg II". Damit bekundete die Gemeinde ihre Absicht im Norden von Train ein Baugebiet auszuweisen. Die Bebauungsgrenzen wurden festgelegt, sind aber in gewissem Rahmen auf
Einspruch der Eigentümer durchaus noch änderbar. Durch eine vorgezogene Bürgerbeteiligung, die Eigentümer wurden von der Gemeinde bereits angesprochen, konnten diese sich bereits zu den Plänen äußern. Decker dazu: "Bisher gab es keine absoluten Ablehnungen." Sobald der Bebauungsplan, der von einem Ingenieurbüro erstellt wird vorliegt, wird das Verfahren der Bürgerbeteiligung nach den rechtlichen Vorgaben eingeleitet. "Wir wollen Bauplätze mit hoher Wohnqualität und zu günstigen Preisen schaffen", erklärte Trains Bürgermeister Max Decker. Unter günstigen Preisen verstehen die Gemeinderäte, daß die Preise wie sie heute im St. Johanner Baugebiet gelten, gehalten werden können. Dort kostet der
erschlossene Quadratmeter gegenwärtig 105 Mark. Um die Wohnqualität zu heben, sei das Gelände des ehemaligen Bräuweiher in den Bebauungsplan aufgenommen worden. Eine Parkanlage, die auch als Festplatz genutzt werden kann, mit einem Weiher, der im Winter für den Wintersport offen steht, ist
geplant. Damit soll der Freizeitwert, den die Gemeinde Train ihren Bürgern bietet, angehoben werden. Im Baugebiet selbst ist der Durchfluß eines Gewässers vorgesehen, das von einer ausgedehnten Grünanlage begleitet wird. "Keine städtisch gekünstelte Landschaft soll entstehen, sondern ein Platz der zum Charakter unseres Ortes paßt", legte Decker sich fest. Dazu wird für das Gelände des Bräuweihers ein Grünordnungsplan erarbeitet, der dem Gemeinderat dann zur Diskussion vorgelegt wird. Wohnqualität
heißt für den Trainer Gemeinderat auch, ein verkehrsberuhigtes Baugebiet zu schaffen. Decker: "Es sollen im neuen Baugebiet keine Rennstrecken entstehen." Die Straßen werden nicht künstlich beruhigt werden müssen, sondern so angelegt, daß Raser keine Chance haben.

Neuer Straßenbelag
Für das in der letzten Sitzung diskutierte neue Verfahren zur Aufbringung einer neuen Straßendecke
im Forstweg und im Birkenhain stimmte der Gemeinderat einstimmig, nachdem sich mehrere Räte den Belag in anderen Gemeinden angesehen hatten. Das Verfahren ist erheblich billiger als das Aufbringen einer drei Zentimeterverschleißschicht. Hier müßte jeder Kanaldeckel und Wasserschieber angehoben werden. Bewährt sich das Verfahren, könnte es später auch im Akazienweg und im Vohburger Weg, die ebenfalls einer Erneuerung bedürfen, angewandt werden. 
 
 

Gemeinderatssitzung vom 19. Mai

Haushalt
Der Gemeinderat Trains verabschiedete auf seiner jüngsten Sitzung den Haushalt für 1998. Dabei beträgt der Gesamthaushalt fast gleichbleibend zum Vorjahr etwa 5,1 Millionen Mark. Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 2,9 Millionen Mark, das entspricht einer Erhöhung um 5,6 Prozent gegenüber 1997. Für die Trainer Mehrzweckhalle mußten erstmals 34000 Mark, 25000 Mark mehr als 1997, an Unterhalt und Betriebskosten vorgesehen werden. Trotzdem will der Gemeinderat die Turnhalle den Vereinen und Bürgern weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen. "Aber je sorgfältiger mit der Halle umgegangen wird, desto niedirger werden die Kosten sein", kommentierte Bürgermeister Max Decker die Ausgaben. Geplant sind aus dem Verwaltungshaushalt 908663 Mark dem Vermögenshaushalt zuzuweisen. Decker meinte dazu: "Das ist ein Kennzeichen für die Leistungsfähigkeit unserer Gemeinde." Der Vermögenshaushalt beträgt 1998 etwa 2,2 Millionen Mark, 6,2 Prozent weniger als im letzten Jahr. Der Abnahme des Vermögenshaushaltes ist auf die beinahe abgeschlossene Erschließung des Baugebietes in St. Johann zurückzuführen. Train plant in diesem Jahr zudem 108000 Mark der allgemeine Rücklagen zuzuführen. Erwähnenswert ist, daß die Gemeinde Train seine Steuerhebesätze seit 20 Jahren konstant auf niedrigem Niveau hält. Die Grundsteuer A und B betragen ebenso wie die Gewerbesteuer 300 v. H. Wie bereits berichtet belaufen sich die Investitionen Trains auf etwa 2 Millionen Mark, wovon der Erwerb von bebauten und unbeauten Grundstücken sowie verschiedene Baumaßnahmen die Hauptpositionen bilden.

Straßendeckenerneuerung
Diskutiert wurde im Rat ein neues Verfahren, womit die Straßendecken im Forstweg und im Birkenhain erneuert werden könnten. Die Straßen, die bereits vor über 25 Jahre gebaut wurden, gleichen wegen vieler Baumaßnahmen einem "Flickerlteppich" und sind in schlechtem Zustand. Decker: "Das neue Verfahren würde erheblich weniger kosten als das Aufbringen einer drei Zentimeterverschleißschicht. Hier müßte jeder Kanaldeckel und Wasserschieber angehoben werden." Entscheiden wird der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung, da den Räten noch Gelegenheit gegeben werden soll, sich den Straßenbelag in anderen Gemeinden, die das neue Verfahren angewandt haben, anzusehen. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat gegen eine Straßenausbausatzung aus. Es wäre nicht gerecht, daß Anlieger an der Bundesstraße von Kosten verschont blieben, während andere zahlen müßten. Außerdem würden die Innerortsstraßen nicht nur von den Anlieger genutzt, sondern dientem auch dem Durchgangsverkehr. Bürgermeister Decker sagte: "Wir wollen unsere Bürger damit nicht belasten, es würde nicht gerecht gehandelt werden können."

Kinderspielplatz in Mallmersdorf
Den Antrag auf einem Kinderspielplatz einiger Mallmersdorfer Bürger zeigte sich der Rat nicht abgeneigt, fand jedoch den vorgeschlagenen Platz als dafür nicht geeignet. Das vorgeschlagene Grundstück am nördlichen Dorfeingang dient als Wasserauffangmulde und ist wegen hoher Feuchtigkeit, auf Grundwasser stößt man schon nach einigen Schaufelstichen für einen Spielplatz unbrauchbar. Außerdem sollte ein Spielplatz näher zur Dorfmitte liegen. Bürgermeister Decker kündigte an, eine Ortsteilversammlung abhalten zu wollen, auf der ein geeigneter Standort gefunden werden soll.

Geräte für die Skaterbahn
Dem Ankauf von Geräten für die Skaterbahn, deren Teerbelag im letzten Jahr schon aufgebracht wurde, stimmten die Räte zu. Die Skateranlage hat eine Oberfläche aus Polymerbeton, die äußerst stabil und dennoch beweglich ist. Im Einvernehmen mit den Stockschützen des FC Train soll sie in kürze aufgestellt werden.

Sonstiges
Das geplante Baugebiet im Norden Trains taufte der Gemeinderat auf die Bezeichnung "Heidelberg II". Abschließend in seiner Sitzung beschloß der Gemeinderat den Beitritt zur Erzeugergemeinschaft Abensberger Qualitätsspargel e.V
 

Stand 21. April 1998
Gemeinderatssitzung vom 15. April

Train will Bebauungsplan für Baugebiet im Norden aufstellen
Der Rahmenplan für eine Bebauung im Norden von Train wurde im Gemeinderat beraten. Beschlossen wurde, einen Bebauungsplan zu erstellen. Als Grundlage wird der Rahmenplan, über den bereits berichtet wurde, herangezogen. Damit bekundete der Gemeinderat seine Absicht im Norden Trains ein Baugebiet in der Größe von 100 Bauparzellen zu errichten. Die Bebauung soll abschnittsweise vorgenommen werden und kann entsprechend der Nachfrage nach Bauplätzen durch Bürger der Gemeinde bis zu 10 Jahren dauern. Mit der Absicht den Bebauungsplan aufzustellen, ist der Plan noch nicht beschlossen, zuerst sollen die Wünsche, Meinungen und Anregungen der Eigentümer in den nächsten Wochen eingeholt und damit der Plan erarbeitet werden. Erst dann, wenn der Bebauungsplan im Entwurf vorliegt, kann die gesetzlich vorgeschriebene Prozedur des Genehmigungsverfahrens in die Wege geleitete werden. Beschlossen hat der Gemeinderat auch, parallel zum Bebauungsplan den Flächennutzungsplan zu ändern. Die in der letzten Zeit ausgewiesenen Bebauungsgebiete in St. Johann und Mallmersdorf sollen ebenso im Deckblatt des Flächennutzungsplanes eingetragen werden, wie das neu geplante Baugebiet.

Rad- und Gehweg nach Mallmersdorf
Die Arbeiten zum Geh- und Radweg von Train nach Mallmersdorf wurden von den Räten an die billigsten Anbieter vergeben. Die Bauarbeiten werden demnach von der Firma Pritsch aus Sandersbach ausgeführt, während den Auftrag für die Metallarbeiten an der Brücke, das Geländer muß um etwa 40 Zentimeter erhöht werden, die Firma Wöhrl aus Siegenburg erhielt.

Gemeinderatssitzung vom 9. März 

Rahmenplan Nord
100 Bauparzellen möglich
Eine Ausweitung des Dorfes Train in Größe von etwa 100 Bauparzellen sieht der Rahmenplan vor, der im Auftrag der Gemeinde von einem Ingenieurbüro erstellt wurde. Das sind immerhin 25 Prozent der Anzahl der heutigen Wohnhauseinheiten. Die Lage des neuen Baugebietes wäre, falls sich der Gemeinderat für diese Option entscheiden sollte, auf der linken Seite der Verbindungsstraße nach Siegenburg. Bürgermeister Max Decker sagte dazu: "Das Gebiet wäre so groß, daß wir für einen längeren Zeitraum, bis zu 10 Jahren, planen können." In der ersten Etappe könnten 24 Bauplätze angrenzend an der Heidelbergsiedlung bis zum Braügraben ausgewiesen werden. Entlang dem Braügraben ist eine Grünanlagen als Zischenraum zum nächsten Bauabschnitt vorgesehen. Eine Errichtung aller Bauplätze auf einen Schlag schließt der Bürgermeister aus, denn er will, daß das Dorf harmonisch wächst. In erster Linie soll das Bauland jungen Bürgern aus der Gemeinde angeboten werden. Decker: "Natürlich werden auch Auswärtige den Zuschlag erhalten, aber der ländliche Charakter des Dorfes soll sich nicht ändern." Eine Trabantensiedlung, in der kaum Einheimische wohnen, will Decker vermeiden.
Areal des Bräuweiher miteingebunden
Mit eingebunden in die Rahmenplanung ist das gesamte Areal des ehemaligen Bräuweihers. Auf dem verfüllten Gelände soll wieder eine Wasserfläche entstehen, die den Bürgern vor allem im Winter, zum Beispiel für Eissport, zur Verfügung steht. Eine Parkanlage könnte entstehen, die auch für Feste genutzt werden kann. Das Gelände liegt gegenüber der Raiffeisenbank und ist als Auflockerung in der Dorfplanung gedacht. Die Flächen um den Bräuweiher befinden sich bereits im Besitz der Gemeinde. Später, wenn die vielen geplanten Parzellen an den Mann gebracht wären, könnte auch auf der rechten Straßenseite nach der Grünanlage eine Bebauung stattfinden. Damit würde das Dorf wieder abgerundet.
Rahmenplan ist Entscheidungshilfe für Gemeinderat
Der Rahmenplan dient nun als Entscheidungshilfe für die Gemeinderäte bei der Ausweisung von Bauplätzen in Train und hat noch keine rechtliche Grundlage. "Bevor aber irgendetwas entschieden wird, sollen nun die Eigentümer über die Planung informiert und gehört werden", betonte Decker. Denn die Gemeinde ist auf die Abgabewilligkeit der Bürger angewiesen. Entscheidet sich der Gemeinderat für eine Dorfausdehnung in nördlicher Richtung - auch eine Erweiterung nach Süden wäre möglich, ist aber wegen der Autobahnnähe eher unwahrscheinlich - muß als nächster Schritt eine Änderung des Flächennutzungsplanes den Genehmigungsbehörden vorgelegt werden. "Die Größe des Gebietes und die damit verbundene optimale Ausnutzung der Erschließungsanlagen wie Kanal, Wasser, Straße und sonstiger Versorgungsleitungen ermöglicht günstige Erschließungskosten", so Decker. Im Preisniveau wolle man versuchen die Quadratmeterpreise in etwa in der Größenordnung zu halten, wie sie für das St. Johanner Baugebiet gelten. Der Preis für den Quadratmeter einschließlich der Erschließungskosten beträgt hier 105 Mark.

Investitionsplan für 1998 verabschiedet
Neben den Rahmenplan behandelte der Gemeinderat kürzlich auch den Investitionsplan. Der Plan, den der Gemeinderat verabschiedete, umfaßt Investitionen in einer Gesamthöhe von knapp über 2000000 Mark für 1998. Die größten Posten bilden darin der Erwerb von bebauten und unbebauten Grundstücken mit 650000 Mark, die Erschließung von Grundstücken mit 300000 und die Sanierung der Kläranlage mit ebenfalls 300000 Mark. Zusätzlich aufgenommen in die Finanzplanung wurden 25000 Mark für den neuen Vorschriften entsprechenden Schutzanzüge der FFW Train. Decker: "Hier tragen wir Verantwortung für Leib und Leben unserer Feuerwehrleute. Hier müssen wir investieren." Weitere 25000 Mark wurden für den Erwerb eines neuen Salzstreugerätes für den Winterdienst eingeplant.

Bauarbeiten vergeben
Die Bauarbeiten in den St. Johanner und Mallmersdorfer Erschließungsgebieten vergab der Gemeinderat an die Firma Stanglmeier in Abensberg, die mit einer Gesamtsumme von 158000 Mark der bei weitem günstigste Anbieter war. Das höchste Angebot lag bei über 290000 Mark.
 

Willi Fürst neuer Kommandant der Trainer Feuerwehr (neu)
Einstimmig wurde Willi Fürst, bisher 2. Kommandant, zum Kommandant gewählt, nachdem sich Manfred Lohr nicht mehr zur Verfügung stellte. Zweiter Kommandant wurde Ernst Krojer. Als 1. Vorstand wurde Martin Ecker ebenso wie Kassier Josef Fürst und Schriftführer Andreas Oberhauser in seinem Amt bestätigt. Max Decker jun. übernahm den erstmals geschaffenen Posten des 2. Vorstandes.

Ergebnis der Pfarrgemeinderatswahlen vom 8. März (neu)
Mit einer Wahlbeteiligung von 58,3 Prozent (633 Wähler) verlief die Wahl äußerst erfolgreich gegenüber anderen Pfarrgemeinden. So hat sich die Vorgehensweise mit Briefwahl bestätigt. Der neue Pfarrer Dr. Slabon dürfte die Wahlbeteiligung weiter gesteigert haben. Folgende Personen wurden gewählt:

Andreas Oberhauser (563), Siegfried Stanglmeier (534), Franz-Xaver Lentner (478), Rita Christl (473), Thomas Ecker (469), Therese Decker (449), Michael Bauer (424), Max Renkl (382), Christa Ziegler (347), Rita Herrmann (237)
 

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Stand 9. Februar 1998

Ergebnisse der Gemeinderatssitzung vom Donnerstag den 5. Februar 1998:

Erweiterung des Gewerbegebietes
Zur Erweiterung des Gewerbegebietes in St. Johann nutzte die Gemeinde eine vertraglich geregelte Kaufoption. Zu den bereits vorhandenen 15000 Quadratmetern stehen nun weitere 13500 Quadratmeter in vier Parzellen zur Verfügung. Die Gemeinde Train bietet Gewerbetreibenden wieder die Möglichkeit sich im Gemeindebereich niederzulassen, nachdem die vor zwei Jahren geschaffenen Flächen schnell verkauft waren. Damit schafft die Gemeinde Kapazität, Firmen in der Gemeinde zu halten oder neue anzusiedeln. Das Gebiet ist bereits erschlossen und liegt gegenüber der Erschließungstraße, die an das ältere Gewerbegebiet angrenzt. Lediglich eine Stichstraße ist noch zu bauen, dafür billigte der Rat die Ausschreibung. Eine der neuen Parzellen fand bereits einen Käufer. Eine Mallmersdorfer Firma wird sich mit einer Kfz-Werkstätte und Lackiererei ansiedeln. Den Bauantrag der Firma genehmigte der Gemeinderat bereits.

Erster Bauplatz des zweiten Bauabschnittes verkauft im Baugebiet "Am Reham"
Dem Verkauf weiterer zweier Bauplätze im nahegelegenen Baugebiet "Am Reham" stimmten die Räte ebenfalls zu. Zum erstenmal wird damit auch eine Bauparzelle des zweiten Bauabschnittes verkauft, nachdem die 23 Plätze des ersten Bauabschnittes nun innerhalb eines Jahres restlos an den Mann gebracht wurden. Eigentlich rechnete die Gemeinde damit, daß die Plätze des ersten Bauabschnittes mindestens zwei Jahre den Bedarf abdecken würden. Dazu kommentierte Bürgermeister Max Decker: "Warum sollten wir warten, wenn bauwillige Käufer, vor allem aus der Gemeinde, da sind."

Gehweg nach Mallmersdorf wird gebaut
Auf Beschluß des Gemeinderates wird der Gehweg von Mallmersdorf nach Train nun gebaut. Die Problematik des Übergangs über die Autobahnbrücke ist nach Absprache mit der Autobahndirektion geklärt. Hier zeichnen sich zwei Realisierungsmöglichkeiten ab. Ein Ortstermin mit Straßenbauamt und Polizei soll in Kürze die Entscheidung bringen. Entweder werden die Leitplanken auf der Brücke entfernt und wegen der unmittelbaren Nähe des Ortsteiles Mallmersdorf eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Kilometer pro Stunde vor der Brücke errichtet, oder die Leitplanken werden nur versetzt, wodurch der Weg über die Brücke in der Breite etwas eingeschränkt wäre. Das  Brückengeländer muß nach Absprache mit der Autobahndirektion um 25 Zentimeter auf 1,20 Meter erhöht werden. Dazu Decker: "Lieber machen wir das Geländer noch etwas höher, damit wir mehr Sicherheit auf der Brücke haben." Mit der Errichtung des Gehweges soll gleichzeitig die gesamte Verbindungsstraße, auch im Innerortsbereich eine neue Teerdecke erhalten. Auf Nachfrage eines Gemeinderatsmitgliedes betonte Decker: "Dafür werden die Anlieger nicht zur Kasse gebeten. Eine Straßenausbaubeitragssatzung besteht in der Gemeinde nicht." Der Gemeinderat genehmigte die Ausschreibung der Arbeiten.

Bauanträge
Den Dachgeschoßausbau mit Kniestockerhöhung von Erwin Amann billigte der Gemeinderat ebenso wie den Anbau von Max Pichl. Auch der Bauantrag von Thomas und Susanne Rimpl für ein Einfamilienhaus im St. Johanner Neubaugebiet wurde von den Räten abgesegnet.

 
Stand 10. Januar 1998

Trainer Schloßkapelle wird saniert
Die Urkirche von Train, unsere Schloßkapelle, wird mit einem Kostenaufwand von 400000 Mark saniert. Seit etwa 30 Jahren konnte die Kapelle nicht mehr genutzt werden. Es ist erfreulich, daß nunmehr mit dem Schloßeigentümer eine notarielle Vereinbarung getroffen werden konnte, die es ermöglicht, daß die Kapelle nach ihrer Renovierung wieder genutzt werden kann. Die aus früheren Zeiten bestehende Schloßkapellestiftung wurde wieder ins Leben gerufen. An den Renovierungskosten werden sich die Diözese Regensburg, das bayerische Landesamt für Denkmalpflege, die Schloßkapellenstiftung, die Gemeinde Train sowie der Landkreis und der Bezirk beteiligen. Die Schloßkapellenstiftung ist auf Spenden und Mithilfe der Bürger angewiesen.

Haushalt ausgeglichen
Obwohl die Gemeinde für die Erschließung des Gewerbegebietes und des Baugebietes "Am Reham" erhebliche Summen im Vermögenshaushalt aufwenden mußte, konnte der Haushalt 1997 ohne Inanspruchnahme von Fremdmitteln abgeschlossen werden. Auch für das Jahr 1998 ist keine Darlehensaufnahme geplant.

Deckblatt zum Flächennutzungsplan in Auftrag gegeben
Um eine geordnete bauliche Entwicklung im Ort Train durchführen zu können, hat der Gemeinderat beschlossen, den vorhandenen Flächennutzungsplan zu ergänzen. Er beauftragte das Ing. Büro Kritschel aus Landshut, vorab einen städtebaulichen Rahmenplan für den Ort Train zu erstellen. In diesem Plan werden bauliche Entwicklungen aufgezeigt. Der Gemeinderat wird nach Vorliegen dieses Rahmenplanes abschließende Entscheidungen treffen. Da zahlreiche Bauinteressenten vorgemerkt sind sollte die Entscheidung noch im ersten Halbahr 1998 getroffen werden.

Baugebiet Mallmersdorf
Für den Ortsteil Mallmersdorf wurde ein Bebauungsplan erstellt, der zwischenzeitlich genehmigt wurde und rechtskräftig ist. Das Gebiet im Norden des Ortes umfaßt insgesamt vier Bauplätze. Mit den Erschließungsarbeiten wird im Frühjahr 1998 begonnen. Wegen der begrenzten Zahl der Bauplätze sollen nur Bürger aus Mallmersdorf einen Bauplatz erhalten, die noch nicht Eigentümer eines Wohnhauses sind.

Baumaßnahmen im Baugebiet am Reham abgeschlossen
Erschlossen wurden insgesamt 37 Bauparzellen. der erste Bauabschnitt umfaßt 23 Parzellen und ist bereits verkauft. 8 Wohnhäuser sind bereits im Rohbau erstellt. Mit dem Verkauf der 14 Bauplätze des bereits erschlossenen 2. Bauabschnittes wird in diesem Jahr noch begonnen.

Geh- und Radweg nach Mallmersdorf
Der Gemeinderat hat beschlossen, einen Geh- und Radweg nach Mallmersdorf zu errichten. Gleichzeitig soll die Verbindungsstraße nach Mallmersdorf mit einer neuen Asphaltschicht versehen werden. Die Zuschußanträge sind gestellt. Es wird davon ausgegangen, daß die Baumaßnahme noch dieses Jahr durchgeführt werden kann.

 
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