BUND NATURSCHUTZ - Ortsgruppe Mainburg
Konrad Pöppel
Bund Naturschutz dankt Sebastian Pflügler
Der Jahresrückblick der Mainburger Ortsgruppe des Bund Naturschutz für das Jahr 2002 war auch der Rahmen für eine Ehrung des Naturschutz-Urgesteins Sebastian Pflügler, der erst kürzlich 66 Jahre alt geworden ist.
Nach der Eröffnung durch Vorstand Karl Hermann formulierte der frühere Ortsvorsitzende Konrad Pöppel eine kleine Laudatio auf den Pflügler Wast, der trotz angeschlagener Gesundheit mit Gattin Marianne erschienen war:
Kurz nach der Gründung der Ortsgruppe im Jahre 1983 wurde der Wast Mitglied im Bund Naturschutz - und war sofort aktiv dabei.
Innerhalb der Ortsgruppe kümmerte er sich bald um die Organisation und Durchführung von öffentlichen Auftritten der Ortsgruppe, wie der Beteiligung am Christkindlmarkt, dem Bauernmarkt in Ratzenhofen oder Ständen zu verbandspolitischen Themen, etwa zum Besseren
Müllkonzept, dem weitgehenden Verzicht auf die Gentechnik oder der Förderung von Alternativen Energien.
Er hat dabei deutliche Spuren hinterlassen. Seinem Engagement beim Christkindlmarkt mit der ersten Weihnachtstombola - bei dem der Bund Naturschutz der Begünstigte war - ist es in erster Linie zu verdanken, dass damals zehntausend DM in die Ortsgruppenkasse flossen, mit denen
das Bund Naturschutz-Grundstück in Kleingundertshausen erworben werden konnte.
Wir errinnern uns auch an den Hollerpunsch, den er zusammen mit seiner Frau unter großem Aufwand nach „Geheimrezeptur" immer frisch an den BN-Stand brachte und verkaufte, am besten in den von Ihm designten Original-Ortsgruppen-Tassen.
Nicht nur hier hat er wesentlich zur Schaffung einer finanziellen Basis für die Verbandsarbeit beigetragen. Er war über Jahre hinweg auch der Engagierteste bei der Haus- und Straßensammlung, was dem Verband X-Tausende an Mark einbrachte.
Erinnert sei beispielhaft an das Solarmobil, das er von Freising nach Mainburg zur Autoausstellung und zurück karrte, um auf die nicht ausgeschöpften Möglichkeiten der Solartechnik hinzuweisen - ich erinnere mich noch gut an den Solarkocher.
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Der Wast war auch bis 2002 über 8 Jahre stellvertretender Kreisvorsitzender und hatte dabei deutliche Tuchfühlung zur Verbandsspitze aufgenommen, denen er immer wieder auch Hinweise gab, wie sie die Arbeit der Kreis- und Ortsgruppen besser unterstützen können.
Er engagierte sich besonders bei Kampangen zum Besseren Müllkonzept und noch mehr beim dem Thema der „(Nicht-)Nutzung der Gentechnik" . Da ist er wirklich im halben Bayern unterwegs gewesen, um die uneingeschränkten Befürworter dieser Technologie in der Diskussion
zu stellen, und auch auf die großen Gefahrenspotentiale hinzuweisen. Mittlerweile sind wir ja beim Klon-Menschen angekommen.
Persönlich war ich natürlich mit dem Wast auch viel unterwegs, zur Kreisvorstandssitzung, zum niederbayerischen Kreis- und Ortsgruppentreffen, etc.
Der Wast war für einen Ortsvorsitzenden immer eine Stütze, auf die er sich 100-prozentig verlassen konnte, der akribisch und zielgerichtet das von ihm betreute Projekt verfolgte, und dabei auch seiner Familie einiges abverlangte.
Dies tat er mit der Gewissheit, dass von seinem Engagement nachfolgende Generationen profitieren, weshalb er immer wieder mit und in den Schulen Natur- und Umweltthemen einbrachte.
Ich bin überzeugt, die nach uns kommen werden in Mainburg oder Kelheim eine bessere Umwelt vorfinden, als sie ohne sein Engagement wäre.
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